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Ab durch die Mitte – Harzüberquerung in zwei Tagen auf dem Kaiserweg

Harzüberquerung auf dem Kaiserweg: Erste Etappe

Von Bad Harzburg nach Braunlage
Länge: 24 km
Dauer: 5-6 Stunden
Aufstieg: 680 Höhenmeter

Startpunkt der Harzüberquerung ist Bad Harzburg, das sowohl mit dem Auto (auf dem Großparkplatz oberhalb der Stadt parken) als auch mit dem Zug gut zu erreichen ist. (Vom Endpunkt geht es mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt). Der generelle Vorteil am Kaiserweg: Als Höhenweg führt er ohne tiefe Talschnitte mit möglichst geringem Aufwand über den Harz. Dass dennoch ein paar Höhenmeter überwunden werden müssen merkt man vor allem im ersten Teil bis Torfhaus, auf dem es doch fast kontinuierlich bergauf geht. Wer mag spart sich die ersten Höhenmeter und schwebt mit der Burgbergseilbahn von Bad Harzburg auf den gleichnamigen Aussichtsberg. Oben angekommen erwartet den Wanderer bereits das Kronensymbol, das für die ganzen zwei Tage die Wegführung markiert.

Aus Laubwäldern werden Nadelwälder, aus breiten Forstwegen schmale Stiege. Schon ist das Torfhausmoor erreicht und es wird Zeit für eine Mittagsrast. An einer Lichtdurchfluteten Weggablung (auf Höhe des Torfhauses) liegt ein sonniger Picknickplatz, wo wir uns die mitgebrachten Brezeln, Kartoffelsalat und Gemüsesticks mit Kräuterquark schmecken lassen. Schöner kann ein Picknick garnicht sein!

Nach der Pause lassen wir den Brocken „links liegen“ und folgen der Krone nach Oderbrück und unmittelbar vorbei am Achtermann, dem vierthöchsten Berg des Harzes. Wer noch genug Energie hat kann den etwa zwei Kilometer langen Umweg über diesen Aussichtsberg nehmen – übrigens mit seiner felsigen und fast schon alpinen Kuppe einer meiner Lieblingsberge im Harz! Für alle anderen geht es auf direktem Wege über Königskrug nach Braunlage, wo nach rund 25 Kilometern das Ziel der ersten Etappe wartet. Und natürlich ein erfrischendes Bier und deftiges Essen im Alten Forsthaus*, wo ihr übrigens auch gut und vor allem preiswert übernachtet könnt. Etwas gehobener wohnt ihr in den wunderschönen Country-Suites des Landhauses Dobrick*.

Harzüberquerung in zwei Tagen auf dem Kaiserweg von Bad Harzburg nach Walkenried
Ausblick vom Burgberg Bad Harzburg zum Brocken
Harzüberquerung in zwei Tagen auf dem Kaiserweg von Bad Harzburg nach Walkenried 3
Vom Burgberg geht es langsam bergauf Richtung Molkenhaus
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Meist führt der Kaiserweg über schmale Pfade
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Dichte Tannenwälder dominieren das Bild rund um das Torfhaus
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Die Wälder im Nationalpark Harz werden heute ganz der Natur überlassen
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Durch das Torfmoor geht es Richtung Oderbrück
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Die kleinen Bäche haben ihre rote Farbe durch den hohen Eisengehalt
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Ein kleiner Turm bei Oderbrück
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Ein Häuslein steht im Walde – typische Harzarchitektur in Oderbrück
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Weiter geht es auf schmalen Pfaden nach Königskrug
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Das Ziel vor Augen: Braunlage
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Braunlage: Eine schöne Allee führt ins Stadtzentrum

Harzüberquerung auf dem Kaiserweg: Zweite Etappe

Von Braunlage nach Walkenried
Länge: 22 Kilometer
Dauer: 4-5 Stunden
Aufstieg: 290 Meter

Die zweite Etappe führt euch vom Nordharz in den Südharz. Nadelwälder werden zu Mischwäldern und das Klima ist insgesamt milder und lieblicher. Mit der Schutzhütte Helenruh auf Höhe von Zorge und Wieda bietet sich der ideale Rastplatz für die Mittagspause. Danach geht es noch ein letztes Mal steil bergauf zur Hütte auf der Bremmer Klippe. Die Anstrengung wird mit einem schönen Ausblick zum Ravensberg, übrigens ein ehemaliger Vulkan, belohnt. Wer noch ein wenig länger durchhält (als wir) kann auch hier seine Mittagsrast genießen (die ihr euch am besten bereits in Braunlage, z.B. beim Bäcker, besorgt).

Die restlichen Kilometer bis zum Ziel in Walkenried auf nur noch 270 Höhenmetern laufen sich dann fast von alleine. Ein erfrischendes Getränk mit Blick auf die berühmte Klosterruine bildet einen gelungenen Abschluss der Zweitagestour. Von Walkenried geht es dann mit dem Bus über Braunlage zurück zum Ausgangspunkt Bad Harzburg. Erst während der Rückfahrt wird uns richtig bewusst, was wir so alles an Strecke in den zwei Tagen zurückgelegt haben. )

Harzüberquerung in zwei Tagen auf dem Kaiserweg von Bad Harzburg nach Walkenried 13
Schnell hat man die letzten Häuser von Braunlage hinter sich gelassen
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Die warme Morgensonne genießen auf den Harzwiesen hinter Braunlage
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…bevor es wieder in den dichten Wald hinein geht.
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Noch dominieren Nadelwälder das Bild
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Idyllische Schutzhütte zwischen Braunlage und Helenenruh
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Immer den Schildern „Walkenried“ folgen
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Idealer Picknickplatz: die Schutzhütte Helenenruh
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Auf der Zielgeraden durch den saftigen Mischwald des Südharzes
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Am Ziel angekommen: die Klosterruine Walkenried

Harzüberquerung auf dem Kaiserweg – das Fazit: Wer nach einem Wochenend-Wander-Abenteuer sucht und in kurzer Zeit möglichst viel vom Harz kennenlernen möchte, für den ist diese Harzüberqerung ideal. Ein bisschen Kondition benötigt ihr schon, aber ihr braucht auch kein langes Training um die zwei Tage genießen zu können, wie es bei den üblichen Harzüberquerungen an einem Tag der Fall ist. Und mit der Übernachtung wir auch ein richtiger kleiner Kurzurlaub daraus!

PS: Euch gefällt diese Tour? Perfekt! Denn sie ist im Rahmen der Recherche zu meinem Buch „52 kleine & große Eskapaden im Harz“ (das seit HEUTE endlich im Handel erhältlich ist!!!) entstanden und dort als Tour #44 zu finden. Im Buch findet ihr auch noch 51 weitere Tipps und Lieblingstouren von 2-3 Stunden bis zum Wochenendtrip!

PPS: Ihr habt diese oder eine andere Tour dank meines Buches oder Blogs gemacht? Dann verlinkt mich doch gerne auf euren Social Media Posts und benutzt den Hashtag #harzeskapaden, damit ich all eure schönen Bilder auch sehen kann!

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